Abenteuer Strasse

Seit einigen Monaten habe ich neben meiner Tätigkeit als Datenschutzbeauftragter noch einen Job als Kraftfahrer. Hat sich so durch dummen Zufall ergeben. Nebenbei betreue ich dort die EDV, bzw. baue diese so langsam auf.

Durch die Tätigkeit als Kraftfahrer bin ich nun fast jeden Tag auf der Autobahn unterwegs. Immer die gleiche Strecke, mein Auto fährt die schon fast von alleine, wenn da nicht regelmäßig Unfälle einen zu Umleitungen zwingen würden. Aber wenn ich so einige Verkehrsteilnehmer so fahren sehe, dann wundere ich mich, dass es nicht mehr kracht. Sicherheitsabstand zum Vordermann ist was für Feiglinge. Wer aber schon mal einen LKW beim Bremsen fast im Kofferraum hatte und nach einem Ausweg suchte, der wird sich freuen, wenn er noch Platz nach vorne hat um wegzukommen.

Die neuen LED- und XENON-Scheinwerfer sind ja prima, aber sie sollten auch richtig eingestellt sein. Wenn ich so in meinen Rückspiegel schaue, dann sind wohl so ca. 50% der Scheinwerfer zu hoch eingestellt. Nicht viel, aber es blendet doch schon sehr.

Amüsieren kann ich mich regelmäßig, wenn vor/an Baustellen noch Fahrer großer und teurer Autos versuchen an den Schwertransporten vorbeizukommen, die wegen Überlänge es da eh schon schwer genug haben. Einmal musste ich 30 Minuten warten, nur weil ein großer Geländewagen, bzw. dessen Fahrer, meinte, da noch durchhuschen zu können. Alle die sich der Geschwindigkeit angepasst haben, dem Überholverbotsschild des Begleitfahrzeugs folge geleistet haben, mussten warten bis sich der Fahrer bequemte rückwärts zu fahren, weil sein Fahrzeug ansonsten wohl beschädigt würde.

Andererseits verstehe ich die Planungen der Schwertransporte auch nicht. Wie kann ich einen Schwertransport mit Überbreite auf eine Strecke schicken, wo es Baustellen mit einspuriger Verkehrsführung gibt, die schmaler als der Schwertransport sind.

Richtig interessant wurde es jetzt die Tage, als in der norddeutschen Tiefebene der erste Schnee angedroht wurde. Man hat genau gesehen, welcher Autofahrer welchen Verkehrsfunksender am laufen hatte. Plötzlich bremsten einige Fahrer abrupt von Tempo 120 auf Tempo 60 ab. Da gab es wohl gerade die Info, dass mit Glätte durch überfrierende Nässe zu rechnen sei. Wenn es denn wirklich glatt gewesen wäre, würden die meisten der Fahrer bei diesem Manöver ins Rutschen kommen, eine Massenkarambolage wäre die Folge. Zum Glück war es nicht glatt, hat man auch an der Fahrbahn gesehen.

Richtig interessant wird es, wenn die Autobahnpolizei unterwegs ist und drauf achtet, wer während der Fahrt telefoniert. Ich habe ja nun mein Amateurfunkgerät im Auto und unterhalte mich da durchaus dann über eine der Relaisfunkstellen am Weg. Es kam wie es kommen musste, ich wurde angehalten. „Sie wissen, dass sie während der Fahrt nicht das Telefon in die Hand nehmen dürfen!“ belehrte mich ein Polizist. Ich erwiderte nur kurz, dass meine Telefon die ganze Zeit friedlich in der Halterung steckte, über Bluetooth an eine Freisprechanlage angebunden sei und was sie gesehen hätten nur das Mikrofon meines Funkgerätes sei. Ich wollte denen gerade die Kopie meiner Genehmigungsurkunde zeigen, da kam auch schon die Frage, auf die ich gewartet hatte „Dürfen sie denn das?“. „Klar, ich habe die Lizenz zum Funken!“ war meine lapidare Antwort. Nach dem sie sich dann vergewissert haben, dass an meinem Auto sonst alles in Ordnung ist und die restlichen Papiere auch stimmig sind, durfte ich dann weiterfahren. Hat mich aber dann die Zeit gekostet, die ich sonst zwischen meiner ersten und zweiten Tour einen Kaffe beim „Goldenen M“ trinke.

 

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