Mein persönlicher Jahresrückblick

Ja, was hat mich in diesem Jahr so alles beschäftigt. Über einige Sachen habe ich hier ja schon berichtet.

Microsoft hat ein neues Betriebssystem rausgebracht. Es kann mehr als manche Leute auf Anhieb sehen. Man muss aber auch wissen, an welchen Stellschrauben man drehen kann oder muss. Schließlich soll Microsoft ja nicht alles wissen, was bei einem vorgeht, was man irgendwie mit dem PC macht. Hier habe ich mich in die Materie schnell eingearbeitet und habe mit meinem Wissen schon so manchen aus meinem Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis bei der Installation oder Konfiguration helfen können.

Andere an meinem Wissen teilhaben lassen, nicht immer eine einfache Aufgabe, aber immer wieder reizvoll. So habe ich in diesem Jahr auch zwei mal beim Funktionsträger-Seminar des DARC e.V. in Baunatal zum Thema Datenschutz referiert. Als Datenschutzbeauftragter sollte man das können, meinen viele. Aber es ist was anderes, ob man die Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes in einem Betrieb umsetzen muss, oder ob man die Grundlagen des Datenschutzes Funktionsträgern in einem Verein beibringen soll. Wenn ich in einem Betrieb bin, habe ich gemäß Bundesdatenschutzgesetz diverse Rechte, um die Anforderungen durchzusetzen. Im Verein ist jeder ehrenamtlich dabei und ich muss es hinbekommen, dass jeder die Anforderungen versteht, aber sich trotzdem in seiner Arbeit nicht zu sehr eingeschränkt fühlt. Die Resonanz gab mir recht, dass ich wohl den richtigen Ton und Inhalt gefunden habe.

Aber auch sonst beschäftige ich mich viel mit dem Amateurfunk. Das bringen meine Funktionen so mit sich. Als Vorsitzender von Nord><Link e.V. bin ich im RTA (Runder Tisch Amateurfunk) tätig. Wie ich dieses Jahr festgestellt habe, gibt es kaum noch RTA Mitglieder, die länger dabei sind als ich. Im RTA gibt es hinter den Kulissen viel zu tun, die ganzen Sachen für die Diskussionen mit den Behörden und Ministerien aufbereiten. Danke an den RTA Vorstand und den Geschäftsführer, dass wir uns da als Mitglieder teilweise bequem zurücklehnen können. Aber gerade als kleiner Verein wie Nord><Link ist es schwer, bei sämtlichen Fragestellungen, die im RTA behandelt werden, fachlich kompetente Ansprechpartner zu haben. Da ziehe ich mich dann auch gerne auf den Bereich zurück, den wir als Nord><Link können: Digitale Übertragungen. Und die werden immer mehr.

Seit November, bis Ende Juni nächsten Jahres, kann ich das Rufzeichen DL0RTA mit dem SonderDOK RTA verteilen. Ich habe es bekommen, um damit insbesondere auf UKW den Bereich digitale Sprache mit diesem Rufzeichen zu aktivieren. Mittlerweile stehen über 100 QSOs im Log.

Aber nicht nur dieses doch recht seltene Rufzeichen habe ich aktiviert. Ich gehörte zu einem der wenigen, die die Sonderstationen zum 65 Jubiläum des DARC auch in D-Star aktiviert haben. Sowohl DL65DARC als auch DK65DARC habe ich dieses Jahr in DStar in die Luft gebracht und damit doch etlichen Funkfreunden einen Kontakt mit dieser Station beschert.

Dieses zeigt, auch im DARC bin ich aktiv. Nicht nur als Vortragender beim Funktionsträger-Seminar, auch als stellvertretender Distriktsvorsitzender von Niedersachsen bin ich tätig. Viele Sachen, die mittlerweile bundesweit beim DARC zu sehen sind, haben ihren Ursprung in meiner Tätigkeit hier. Angefangen hat es mit den Relais-Listen, die ich vor 12 Jahren ganz zu Beginn meiner Tätigkeit für den Distrikt, angefangen habe zu erstellen. Diese Listen wurden von vielen anderen Distrikten kopiert. Nach und nach habe ich die gesamte Dokumentation des Distriktes überarbeitet.

Aber auch privat gab es ein paar Sachen zu berichten. Bei meinem Sohn im Kindergarten bin ich jetzt das zweite Jahr als Elternvertreter gewählt. In vielen Einzelgesprächen habe ich mit den Eltern erreicht, dass genug Kinder zusammen kommen, damit jede Gruppe im nächsten Jahr die Fahrt nach Springhorn, einem Bauernhof in der Heide, machen kann. Mein Sohn wäre ernsthaft beleidigt gewesen, wenn die Fahrt ausgefallen wäre.

Viele Eltern im Kindergarten wundern sich, wie selbstständig der kleine Mann mit seinen 5 Jahren schon ist. Das liegt sicherlich auch daran, dass er vieles ausprobieren kann und auch ausprobiert. Und vor allem, dass wir als Eltern ihm auch die Sachen zutrauen.

Jetzt werde ich die letzten Tage des Jahres im Kreise der Familie verbringen und noch mal alle schönen Momente Revue passieren lassen.

Web-Seiten der Ortsverbände

Auf der Mitgliederversammlung des DARC in Hamburg am letzten Wochenende wurde unter anderem auch über Inhalte der Webseiten gesprochen. Primär ging es darum, ob einzelne Inhalte nur für DARC Mitglieder zugänglich sein sollten und wenn ja welche. Insbesondere ging es in der Diskussion um Inhalte, die die ehrenamtlich für den DARC tätigen Mitglieder erstellt haben und die von auch von Nichtmitgliedern genutzt werden, zum Beispiel Bandpläne mit nationaler Nutzung, Relaislisten und ähnliches. Es gab darüber zwar eine sehr emotionale Diskussion, aber leider keinerlei Ergebnisse.

Der Distriktsvorstand ist aber trotzdem am Überlegen, welche Inhalte auf der Distriktsseite nur für Mitglieder sichtbar sein sollten. Ein paar Sachen wurden schon umgesetzt.

Eines wurde aber von allen ganz deutlich herausgestellt, Listen über verstorbene Mitglieder oder ehemalige Vorstände unterliegen dem Datenschutz und dürfen nur für Mitglieder des DARC sichtbar sein. Bitte kontrolliert Eure Internet-Seiten, auch wenn diese nicht auf dem DARC – Server liegen, ob dieses eingehalten wird.

 

 

Datenschutz im Amateurfunk

Den Datenschutz fand ich schon immer spannend. Vor allem, wie man ihn vor Ort umsetzen kann. Das war schon so, als ich als Software-Entwickler für medizinische Software tätig war und jetzt erst recht, wo ich als selbstständiger Datenschutzbeauftragter für einige Unternehmen tätig bin.

So kam es, das ich mit dem damaligen Datenschutzbeauftragten des DARC e.V. Thomas DB6OE mich über die Aufgaben des Datenschutzbeauftragten im Verein unterhalten habe. So kamen wir darauf, doch mal einen Vortrag für das Funktionsträger-Seminar auszuarbeiten, um den OV-Vorständen diese Materie mal näher zu bringen.

Gestern erhielt ich dann eine Anfrage aus der Geschäftsstelle, ob ich den Vortrag nicht im Oktober bei dem Seminar halten könne. Natürlich habe ich da gleich zugesagt.

Verwundert war ich, als ich hier auf einem der lokalen Relais mich darüber mit ein paar OMs unterhalten hatte und mir dann die Frage gestellt wurde, was denn Datenschutz mit Amateurfunk zu tun hätte? Vielleicht würde dieser OM anders reagieren, wenn der DARC mit seinen Untergliederungen nicht intuitiv vieles schon richtig macht.

Aber es gibt immer wieder einige Stolperstricke. Auf die werde ich im Oktober die Teilnehmer des Seminars aufmerksam machen.

Skript: Datenschutz im DARC